Wann ist eine Nasennebenhöhlen OP sinnvoll?

Sind Sie von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (sog. Sinusitis) geplagt? Belegen Polypen (gutartige Schleimhautwucherungen) Ihre Nebenhöhlen? Die mehrere Wochen dauernde konservative Behandlung mit Nasensprays, Nasenspülungen, Salzlösungen und anderen Medikamenten sowie Hausmittel zeigen keine deutliche Besserung? Dann ist es an der Zeit über eine operative Lösung in Form einer Nasennebenhöhlen OP nachzudenken. Dank dieser Nasen OP könnten Sie Ihre Beschwerden nachhaltig behandeln und schon bald endlich wieder tief durchatmen!

HNO-Facharzt Dr. med. Joachim Maiwald ist nicht nur Experte für HNO-Operationen, sondern hat zudem langjährige Erfahrung im Bereich der ästhetischen wie funktionellen Nasenkorrektur. Schwerpunkte liegen zudem in der Behandlung von Allergien und Schnarchen. Vertrauen Sie auf die Expertise von Dr. Maiwald, auch wenn es um Operationen im Bereich Plastische und ästhetische Chirurgie (insbesondere die Gesichts-Chirurgie) geht. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit unserer Praxis auf und lassen Sie sich gleich einen Termin für eine umfassende Beratung und Diagnostik geben!

 

Chronische Sinusitis durch eine Nebenhöhlen OP behandeln

Entstehung und Symptome

Ob virale oder allergische Rhinitis, akute oder chronische Sinusitis – im Nasen-Nebenhöhlenbereich sind die Krankheiten vielfältig. Die meisten Menschen hatten in ihrem Leben schon einmal mit Atemwegsbeschwerden zu kämpfen, sei es nur ein Schnupfen. Dabei können gerade chronische Nasen-Nebenhöhlen-Krankheiten bei falscher Behandlung oder nicht zur Heilung beitragenden Methoden gravierende Folgen nach sich ziehen.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Nase gehört es, Atemluft zu befeuchten und zu erwärmen. Sobald die Strömungsdynamik der Nasenatmung durch kleinere Störungen nur geringfügig behindert wird, kommt es schnell zu Entzündungen, was eine eine chronische Nebenhöhlenerkrankung  verursachen kann. Des Weiteren kann das Anschwellen von Schleimhäuten Nebenhöhlengänge verschließen, wodurch entzündliche Sekrete nicht mehr ungehindert abfließen können und die Schwellungen weiter zunehmen lässt.

Zudem können anatomische Bedingungen wie krankhaft vergrößerte Nasenmuscheln (sog. Muschelhyperplasie) oder eine angeborene oder durch einen Unfall entstandene verkrümmte Nasenscheidewand (sog. Septumdeviation) eine chronische Sinusitis noch weiter begünstigen sowie Nasenpolypen das Nebenhöhlensystem belegen. In solchen Fällen ist zu einer Nebenhöhlen OP zu raten.

Symptome bei einer Nasennebenhöhlenentzündung äußern sich insbesondere als

  • Kopfschmerzen (können unterschiedlich stark ausfallen)
  • Druckgefühl auf dem Kopf, der sich sich auf verschiedene Stellen verteilt; v.a. auf Wangen (Kieferhöhlenentzündung) und Stirn
  • Schwellungen an den betroffenen Stellen
  • mitunter auch Fieber
  • oder sogar Sehstörungen.

Bei sehr festem Auftreten, oder wenn man den Oberkörper neigt, verschlimmern sich die Schmerzen bzw. das Druckgefühl in der Regel.

Sich langfristig ausbildende Symptome chronischer Entzündungen sind darüber hinaus eine verminderte Riechfähigkeit oder wiederkehrende bronchiale Infekte.  

 

Gründe für die Notwendigkeit einer OP der Nasennebenhöhlen

Die häufigste Indikation für eine OP der Nasennebenhöhlen sind:  

  • eine eingeschränkte Nasenatmung
  • chronische Entzündungen
  • Polypenbildung
  • orbitale Komplikationen
  • Mukozele
  • konservative, medikamentöse Behandlungen schlagen nicht an
  • Belüftungsstörungen der Ohren
  • Schnarchen mit Atemaussetzern
  • selten auch ein entzündlicher Übergriff auf die Augenhöhlen oder ein Tumor.


Überblick der Nasennebenhöhlenoperation

Operationsziel und -ablauf

Ziel der operativen Nasennebenhöhlen-Therapie ist es in erster Linie, die engen Gänge (Kiefer-, Stirn- und Keilbeinhöhlen) präzise und schleimhautschonend endoskopisch freizulegen bzw. zu erweitern. Auf diese Weise kann sich die Belüftung der Nasen-Nebenhöhlen wieder normalisieren und verbessern, die Schleimhaut kann sich erholen. Falls vorhanden wird entzündlich verdickte Schleimhaut (Polypen) abgetragen, sodass der Luftaustausch zwischen Nebenhöhlen und Nase verbessert und der Sekret-Abfluss erleichtert wird. Dies schließt nicht aus, dass Patienten wieder an Sinusitis erkranken können. Nach einer Nasennebenhöhlen OP jedoch besteht wieder die Möglichkeit, Sprays oder Spülungen über die Nase in die Nasennebenhöhlen einzubringen und somit effektiver zu therapieren, da die Gänge nicht mehr wie ursprünglich zuschwellen. Vorliegende Riechstörungen können zudem verbessert werden.

Der Operationsumfang ist abhängig vom Ausmaß der Entzündung und anderen Beschwerden, daher bei jedem Patienten unterschiedlich. Bei jedem Patienten führen wir daher zunächst ein umfassendes Anamnesegespräch, eine Endoskopie der Atemwege sowie verschiedene Untersuchungen zu eventuellen funktionellen Störungen durch.

In der Regel dauert eine Nebenhöhlen OP ca. zwei Stunden, worauf ein stationärer Aufenthalt im Klinikum für etwa 2 bis drei Tage folgt. Die Nasennebenhöhlenoperation wird unter Vollnarkose durchgeführt. Mithilfe mikroskopischer und endoskopischer Sicht führt der Arzt entsprechende Instrumente in die Nasenlöcher ein, wobei er die Nasennebenhöhlengänge erweitert. Ferner kann im Eingriff auch eine Nasenkorrektur hinsichtlich weiterer funktioneller Störungen vorgenommen werden, etwa eine Nasenmuschelverkleinerung oder die Korrektur einer Nasenscheidewandverkrümmung durch eine Nasenscheidewand OP. Auch über andere kosmetische Eingriffe wie das Nasenhöcker-Entfernen oder eine Nasenspitzenkorrektur im Zusammenhang einer Nasennebenhöhlen OP können wir Sie beraten. Häufig wird die Nebenhöhlen OP auch in Verbindung mit der Nasenpolypen OP durchgeführt.

Nach der Nasennebenhöhlenoperation wird die sog. Tamponade für zwei Tage eingeführt, um das Blut zu stillen. Verlauf und Dauer der Heilung können stark variieren, da sie vom Umfang des Eingriffs abhängen. Starke (Blut steigernde) Anstrengung sollte drei Wochen nach der Operation unterlassen werden.